18.4. Karfreitag

Der Karfreitag ist bei uns Katholiken ein strenger Fast- und Abstinenztag.
Als ich Kind war, wurde das wirklich allerortens eingehalten.
Kinos und Lokale hier in der Umgebung hatten zu, es wurden keine Feiern ausgerichtet und Fleisch kam sowieso nicht auf den Tisch.

Beneidet habe ich in meiner Lehrzeit immer die evangelischen Mitarbeiter, die an diesem Tag der Arbeit fernbleiben durften, da er bei diesem Glauben auch noch ein gesetzlicher Feiertag war, und auch noch immer ist.

Im Fernsehen habs keine Werbung, es wurden Bibelfilme und dergleichen gespielt und niemals nie ein Krimi oder Thriller.
Ein düsterer Trauertag, es wurde gewartet das Jesus aufersteht.

Heute sieht das irgendwie ganz anders aus.
Klar Fleisch kommt bei den meisten nicht auf den Tisch, Fisch schon eher oder auch süße Mittagsgerichte stehen auf dem Mittagstisch.

Kinos, Lokale und Feiern finden dennoch statt.
Nur die evangelischen Mitbürger haben immer noch ihren gesetzlichen Feiertag.

Wie siehts bei mir persönlich aus?
Fleisch kommt nicht auf den Tisch, ins Kino gehe ich sowieso nur alle paar Jahre.
Lokale suche ich heute auch nicht auf,..Fisch gibt’s auch nicht 😉

Aja die Kirchenglocken läuten damals wie heute nicht, früher wurde uns erklärt die sind nach Rom geflogen und kommen pünktlich zum Ostersonntag zurück. Dafür laufen Karfreitag bis Ostersonntag die Ratschenbuam durch die Gegend mit ihren hölzernen Ratschen.

Wie ist euer Karfreitag und wie war er früher?

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23 Antworten zu 18.4. Karfreitag

  1. Charlotte schreibt:

    Für mich ist Karfreitag ein Tag, wie jeder andere auch. Hängt vermutlich damit zusammen, dass ich konfessionslos bin…
    Liebe Grüsse
    Charlotte

  2. Gabi schreibt:

    Stimmt. Es hat sich da einiges verändert. Ob es gut oder schlecht ist, will ich nicht beurteilen. Schließlich gibt es auch sehr viele Menschen, die keinen Glauben haben.
    Aber ich kann mich noch erinnern, dass früher der Karfreitag ein „ruhiger“ Tag war, z.B. im Fernsehen. Aber dass Kneipen und Co. geschlossen hatten, kann ich mich nicht erinnern.
    Bei uns war es so, dass der Karfreitag fleischlos war (auch der Aschermittwoch) und das habe ich beibehalten. Aber das eher aus „Tradition“.
    Da ich in der Stadt aufgewachsen bin, kannte ich das mit den Ratschenbuam nur vom Land. Mein Mann vom Land, kennt das natürlich mehr und ist früher natürlich selbst mit den anderen Burschen und den Ratschen herumgezogen.
    Und ob nun Lokale geschlossen sind oder sind, ist mir heute sowieso relativ egal. 🙂

  3. Rufus schreibt:

    Ich werde gekreuzigt – seit Jahren…

  4. einfachtilda schreibt:

    Bei uns ist auch alles dicht, nur die Cafes haben geöffnet. Bin evangelisch und heute gibt es mal keinen Fisch.

    LG Mathilda ♥

  5. austrianpics schreibt:

    Ich würde es nicht schlecht finden, wenn man wenigsten diesen einen Tag im Jahr auf diverse Vergnügen verzichtet und sich mit Gedanken zum Leben aber auch zum Sterben beschäftigt. Man nimmt meistens nämlich die restlichen 364 Tage im Jahr ohnehin immer alles für selbstverständlich hin.

  6. frauhilde schreibt:

    Also, ich bin evangelisch aufgewachsen. Bei uns gab’s grundsätzlich freitags kein Fleisch, sondern Fisch (meine Oma hat ganz oft einfach Kabeljaufilet mit Kartoffelsalat gemacht). An Karfreitag eben auch.

    Als Kind hat man mir auch erzählt, dass die Glocken in Rom sind. Ich hab mir immer versucht vorzustellen, wie die wohl da hinkommen. Sind ja schwer, solche Glocken. Ob die einer mit dem Lastwagen da hinfährt? Und wie kriegt man die vom Kirchturm runter? Die größten wiegen ja ein paar Tonnen.
    Irgendwann hab ich dann erfahren, dass das nur sinnbildlich gemeint ist. Mein kindliches Ich war fast ein bisschen enttäuscht. Das Spektakel, wenn man die Riesenglocken da vom Turm holt, hätte ich doch zu gerne mal gesehen.

    Disko und so war nicht an dem Tag. Bzw. durfte meines Wissens nur bis zu einer bestimmten Uhrzeit geöffnet sein und Musik gespielt werden. Als Jugendliche mit 17, 18 fanden wir das natürlich völlig blöd. Wir wollten schließlich in unsere Stammkneipe (das war so eine Stehkneipe, total überfüllt, in der laute Musik lief. Da kam man, wenn man „cool“ war, erst gegen elf und ging dann so um zwei, halb drei noch in eine „richtige“ Disko).
    Heute habe ich durchaus mehr Verständnis und Respekt; damals war es halt ärgerlich. Wir kamen aus einem Dorf und mussten in die Stammkneipe immer mit dem Auto fahren, weil sie 15 Kilometer entfernt war und kein Zug oder Bus dort hinfuhr. Das heißt, einer war immer der Napf und durfte nicht trinken. Wir anderen klammerten uns an unser Hefe- oder Banenenweizen (ja, ich schäme mich wirklich dafür! *lol*) und kamen uns mordsmäßig erwachsen vor.
    Ja. So war das damals.

    So. Das war jetzt ein bisschen länger, als beabsichtigt; sorry!

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