30.1. Jetzt isses soweit

Vor ein paar Wochen habe ich hier schon mal drüber berichtet dass Polizeidienststellen zugesperrt werden sollen.

Seit dieser Woche weiß ich, dass auch unser Örtchen davon betroffen ist.
Bisher war es so, dass wir eine Polizeidienststelle hatten, die aber mit dem nächsten Ort bereits „fusioniert“ war. Sprich man rief an und man kam entweder zu unseren Polizisten, oder man wurde telefonisch gleich weitergeleitet, das ging gut, dieser Ort ist ca. 3 Minuten Fahrzeit entfernt.

Jetzt werden die alle zugesperrt, unsere und diese und jedes Örtchen wird einem anderen zugeordnet.
Fahrzeit der neuen Dienststelle zu uns: 10-12 Minuten bei guter Witterung.

Gar nicht gut, immerhin haben wir hier in der Nähe eine Straße wo mindestens einmal wöchentlich ein Unfall passiert (wegen Unvorsichtigkeit der Lenker, ist eine unübersichtliche Straße), und die Autobahn ist auch nicht weit, auch da waren unsere Polizisten im Einsatz des Öfteren.

Einbrüche sind auch vermehrt zu verzeichenen (laut einer Ausssendung unseres Bürgermeisters).

So und um dagegen anzugehen, gibt’s morgen nachmittag eine „Demonstration“ die kein Schwein interessieren wird, es sei denn wir rufen die Krone oder den Kurier an…gggggg.

ABER natürlich werde ich da hingehen, weil natürlich bin ich nicht erfreut dass wir hier keine Polizei haben. Zumindest keine die wirklich schnell vor Ort sein kann im Notfall.

Ob’s was nützt? Ich bezweifle es, aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben.

Da unsere Polizeidienststelle im Gemeindeamt untergebracht ist, meinte unser Bürgermeister zur Not schenkt er ihnen die Miete, wenns nur an den Kosten liegt gggggggg…

Ich bin schon sehr neugierig ob wir was bewirken können.

Wird bei euch auch was zugesperrt?

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18 Antworten zu 30.1. Jetzt isses soweit

  1. Pingback: 1.2. Wir wehren uns! | Tagesgedanken

  2. Gabi schreibt:

    Ich wünsche es Euch, dass die Demo was bringt. Aber man darf halt nichts unversucht lassen.

    Leider bleibt ja Wien auch nicht davon verschont. http://www.krone.at/Oesterreich/18_Polizeiposten_sollen_in_Wien_geschlossen_werden-Fast_in_jedem_Bezirk-Story-391549?utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter&utm_campaign=%D6sterreich
    Und wie es in dem Artikel steht, wir hier in Transdanubien sind sowieso unterbesetzt, was Polizisten betrifft. Hier werden Wohnungen gebaut wie irre. So schnell kannst gar net schauen. (Mir graut da sowieso davor) Halbe Städte sind hier entstanden und entstehen noch. Die Bevölkerung wächst hier rasanter als irgendwo in Österreich. Jetzt haben sie mit der Seestadt Aspern begonnen (http://de.wikipedia.org/wiki/Seestadt_Aspern) Hier entstehen 10.500 Wohnungen für 20.000 Menschen. Man kann nur hoffen, dass all die neuen Bürger brave Menschen sind. Denn Polizisten, die für Ordnung und Sicherheit sorgen sollen, wirds wohl kaum welche geben.
    Echt ein Drama all das schon!

    • giftigeblonde schreibt:

      Das ist wirklich ein Witz, und klar weiß ich dass nicht nur die Landbevölkerung betroffen ist.
      Das mit der Seestadt habe ich schon gelesen,..ich frag mich nur wer wirklich dann alle diese Menschen „beschützt“, wenns die Polizisten abziehen.
      Aber stimmt ja gar nicht, die werden ja auf die STraße geschickt tztztz

    • Gabi schreibt:

      Was sollst machen.
      Ich hoffe, Du erfrierst mir nicht heute bei der Demo. Also warm anziehen!

  3. Pauline schreibt:

    Wer geht denn Freitag-Nachmittags noch auf eine Demo??? Da sind doch die meisten schon im Wochenende! 🙄
    Aber Euer Bürgermeister kann gut im nachhinein reden, von wegen „keine Miete, wenn sie da bleiben“. Er war wahrscheinlich der Erste, der das erfahren hat …
    Bin gespannt, was Du über die Demo zu berichten hast, viel Erfolg wünsche ich Dir und Deinem kleinen Ort. Ganz liebe Grüße von der ♥ Pauline ♥

    • giftigeblonde schreibt:

      Danke Pauline!
      Ich werde fotografierend reporten gggggg 😉

      Ich wieß nicht ob der BM das viel früher wußte, glaube eher nicht, sonst hätte er, medienwirksam wie er nun mal denkt, viel früher eine Kundgebung veranlasst.

      Der denkt eigentlich schon an seine Wählerinnen und Wähler.
      Als vor ein paar Jahren unser einziger Einkaufsmarkt hier wegen Renovierung 2 Wochen schloß hat er kurzerhand Busse angemietet (kostenlos für die Nutzer) die die älteren Leute ohne Fahrzeug zum nächstgelegenen Supermarkt gekarrt haben, damit die auch was einkaufen konnten.
      Find ich ganz gut sowas.

    • Pauline schreibt:

      Natürlich bekommt ein B; sofort Bescheid, wenn in einer anderen Behörde seines Ortes etwas geschieht, soviel zur Verwaltung, die sich in D nicht groß unterscheidet von der in A 😀
      Als das mit den Bussen organisiert wurde, waren da danach evtl. auch Wahlen? Frage ja nur. Ansonsten würde ich sagen: ein feiner Kerl!

    • giftigeblonde schreibt:

      Nein, keine WAhlen.
      Egal, er und der Nachbarsbürgermeister wehren sich jetzt auf alle Fälle gegen die Schließung.
      Mal sehen, ich denke ja es bringt genau nix 😉

    • Pauline schreibt:

      Den letzten Satz unterstreiche ich jetzt einmal 😀

    • giftigeblonde schreibt:

      leider…aber aufgeben tun wir Briefe uns sonst nix 😉

  4. frauhilde schreibt:

    Dem Kommentar von Charlotte ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen!
    Ich drücke euch die Daumen, dass die Demonstration auf Resonanz stößt, selbst wenn es erstmal nicht fruchtet.

    Bei uns ist die Spareritis eher bei so Sachen wie Notdiensten; wenn man das Pech hat und in Da-kommt-die-Frau-Hilde-her-Dorf am Wochenende dringend zum Arzt muss, dann muss man inzwischen ziemlich weit fahren. Und es dauert auch ganz schön lange, bis Notarzt bzw. Krankenwagen vor Ort sind. Was natürlich bei akuten Notfällen ziemlich schrecklich ist.

    • giftigeblonde schreibt:

      Hach frauhilde, von dem red ich ja noch gar nicht, Notdienste gibt’s hier auch nur in den Ballungszentren sprich Großstädten, wir Pusztabewohner müssen zusehen wo wir bleiben oder in die große Stadt düsen.
      Was wir aber haben sind Hausärzte die abwechselnd Wochenenddienste machen, aber die können oft auch nichts machen.

      Uns haben sie schon die Post zugesperrt,…die Samariterstation werden sie nicht zusperren, weil wir ja ziemlich nah an der Autobahn wohnen und da oft Notärzte samt Wägen hinfahren müssen.

      Und ja Charlotte hat recht!

    • frauhilde schreibt:

      Wir Jüngeren sind ja noch halbwegs mobil, auch wenn ich z.B. kein Auto habe. Aber irgendwie kommt man ja von A nach B.
      Was mir unendlich leid tut sind die Älteren, die seit Jahrzehnten im Ort wohnen. Denen wurden erst ihre kleinen Läden (Bäcker, Metzger) weggenommen zugunsten irgendwelcher riesiger Supermärkte in der Peripherie, dann wurden die Postfilialen geschlossen, so dass alte Ömchen mit ihren Rollatoren ewig weit laufen müssen, um mal irgendwo einen Briefkasten zu erreichen; vom Aufgeben von Päckchen mal ganz zu schweigen.
      Und dann die Arztsituation.

    • giftigeblonde schreibt:

      Ganz genau so ist es!
      Und es ist ein Skandal!

      Hier gibt’s mehrere gar nicht sooo kleine STädtchen die einstmals belebte Innenstädte hatten, aber jetzt sind das Innenstädte mit Friedhofsstimmung…nichts mehr los!
      Ich denke aber dass ein Umdenken stattfinden wird müssen.

  5. Charlotte schreibt:

    Ach je, diese ständiger Fusionitis und Sparerei am falschen Ort. Bei uns werden ständig Sachen zusammengelegt oder zugesperrt: kleine Läden, Poststellen, Banken, Gemeindeverwaltungen, Polizeidienststellen. Bloss nicht zu viel Service für die steuerzahlenden Bürger…
    Liebe Grüsse und viel Erfolg mit der Demo
    Charlotte

  6. Rufus schreibt:

    Euer Örtchen? vielleicht sogar das Stille? hattet Ihr etwa gar einen eigenen Agent 00? 😀

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