4.6. Schule und Nachhilfe

Gestern habe ich im Radio einen Beitrag gehört, in dem es um Nachhilfe für Schüler geht.
Lernquadrats Geschäftsführer für Ö war zu Gast.

Erstmal ich finde es gut dass es derartige Institute gibt, weil ich weiß das Eltern da oftmals an ihre Grenzen stoßen, sei es stofftechnisch oder weil man als Elternteil einfach zu emotional ist um wirklich helfen zu können.

Bei uns war es Gott sei dank nie notwendig professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, das war aber einfach Glück dass eine Freundin von mir, meiner Tochter vor hm ich glaube 7 Jahren mehrfach mit ihrem Sohn ein bissl auf die Sprünge geholfen hat. Nicht weil Töchterchen es nicht verstand sondern weil sie über weite Strecken meinte, den Stoff nicht lernen zu müssen,…wie das halt so ist bei 13 jährigen siebengscheiten pubertierenden Mädels. Das ist Geschichte.

Aber was ich eigentlich meine, dass viele dieser armen Kinder die da plötzlich Nachhilfe brauchen ein Opfer ihrer ehrgeizigen Eltern sind.

Hier ist es oft so dass die Kinder das nachholen sollen was die Eltern nicht geschafft haben, also um jeden Preis werden die Kleinen aufs Gym geschickt obwohl der Grundschullehrer abrät. Da muss das Kind dann durch.
Und landet dann bei Lernquadrat oder anderen Instituten, wenn es Glück hat darf es von einem Schulkollegen gecoacht werden, wenn nicht wiederholen wir halt ein paar Klassen.

Ist es wirklich notwendig das wir alle Kinder aufs Gymnasium schicken? Brauchen wir wirklich so viele die dann studieren und Akademiker sind.

Brauchen wir keine Handwerker mehr?
Wennst hier einen guten Tischler suchst musst du wochenlang suchen, oder du hast Glück und hast einen Bekannten, der einen Bekannten hat und der hat dann einen guten Tischler oder anderen Handwerker zur Hand.

Man verstehe mich nicht falsch, jeder soll die Möglichkeit haben nach seinen Fähigkeiten lernen, studieren oder sonst was zu dürfen.

Aber ich glaube das eine handwerkliche Ausbildung zu Unrecht einen recht schlechten Ruf hat.

Mir war immer nur wichtig dass meine Kinder eine Ausbildung machen, welche war und ist mir ziemlich egal, nur fertig machen sollten sie diese.

So habe ich hier ein gerade eben maturierendes Kind das bald studieren wird und eines das eine Lehre absolviert, die sie, so Gott will, nächstes Jahr im Mai beenden wird.

Wie seht ihr das?
Müssen alle Kinder ins Gymnasium? Ist Lehre mit Matura ein Thema?
Sind Mittelschulen der Weisheit letzter Schluß?

Wie ist das in anderen Ländern? Ich beziehe mich hier ja hauptsächlich auf Österreich.

Zur Auflockerung:

Falco-Nie mehr Schule!

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13 Antworten zu 4.6. Schule und Nachhilfe

  1. mamforever schreibt:

    Das ist ein Thema das gibt ordentlich was her ^^ ….mein Ansatz dazu: Jeder wirklich jeder sollte eine Schule besuchen „dürfen“! und jeder sollte soviel lernen „dürfen“ wie er verträgt, wie er aufnehmen kann. Ganz egal ob das jetzt die Hauptschule, Gymnasium oder sonstwas ist. Wichtig wäre oder ist, dass der Mensch das lernen darf, was er gerne möchte. Auch Handwerker können aus dem Gymnasium kommen oder umgekehrt. Es gibt keinen richtigen oder falschen Weg. Was ich sehe ist ….dass die jungen Leute heute leider gezwungen werden zu lernen. Sie müssen, müssen müssen. Da liegt das Problem. Druck in der Schule, Druck zu Hause und dann auch noch Nachhilfe. Das ist glaub ich, einfach zuviel. Vielleicht braucht auch der junge Mensch mal eine Pause oder Abstand ….anderes Umfeld um festzustellen, dass er doch was lernen sollte. Und wenn nicht, dann auch gut …..er/sie hat bestimmt auch Qualitäten, die gefördert werden wollen.
    Was ich damit sagen will …es kann und gibt nicht für alle und jeden das gleiche Rezept. Das wäre ja fast wie jeden Tag Schnitzel essen 😀

  2. Gabi schreibt:

    Also ich für meinen Teil bewundere einen guten Handwerker, der in seinem Fach „was los hat“, genauso wie jemanden der studiert hat.
    Und nein, ich finde es nicht notwendig, jedes Kind aufs Gymnasium zu schicken. Sonst haben wir bald wirklich niemanden mehr, der unsere Sachen repariert oder baut. Und es stimmt ja, gute Handwerker muss man suchen.
    Wie Du schreibst. Jeder sollte das lernen können, was er mag, was ihn interessiert und nach seinen Fähigkeiten nach.

  3. Mein Großer kriegt seit mehr als 2 Jahren Nachhilfe. Nicht weil er dumm ist, sondern grässlich faul. Hausaufgaben: „Keine auf“.
    Richtig dämlich war, dass die bei der ersten Nachhilfe selber wenig Latein konnten. Ich hab mich gewundert, dass die Arbeiten weiter 5 blieben, aber ich dachte, es läge an ihm.
    Jetzt haben wir was neues gefunden. Hoffentlich haben die den Durchblick!

    • giftigeblonde schreibt:

      Oh, so war es nicht gemeint, dass alle dumm sind, hoffe du hast das nicht so verstanden, die Nachhilfe brauchen.
      Ich wünsche ihm alles Gute, wir hatten das Thema ja schon mal, vielleicht geht ihm auch bald das Knöpfchen auf *Daumen halt*

    • Keine Sorge, ich hab’s nicht so gesehen! 😀
      Seit du das mit der magischen 14 sagtest, habe ich ganz, ganz viel Hoffnung! ;-))

  4. meintagesablauf schreibt:

    Mein ältester hat Abi gemacht, der zweite hat die Schule nach der 11 Klasse geschmissen. Er ist heute Abteilungsleiter bei einem großen Spritzenhersteller. Der dritte hat Abi und ist Lehrer. Ja und mein jüngster hat die Schule auch nach der 11 Klasse geschmissen und macht seine Ausbildung als Fachinformatiker für Systemintegration mit Zusatzausbildung. Damit ist er nächstes Jahr fertig. Aber er weiß jetzt schon, das wenn er studiert hätte, er für den gleichen Job mehr Geld bekommen würde. Also ist es wirklich so, das manchesmal ein Abitur nicht schlecht ist.
    Ansonsten finde ich, das jedes Kind das lernen sollte, was es schafft und mag. Egal ob Abitur oder nicht. Ich finde Handwerk ist so wichtig, aber schau doch mal, was die heute schon für einen Schulabschluss haben müssen. Als Hauptschüler hat man fast gar keine Chance etwas gutes zu lernen.
    LG Gabi

    • giftigeblonde schreibt:

      Das mit dem Schulabschluß ist hier in A noch nicht soo schlimm.
      Da werden wohl auch Hauptschul-oder Mittelschulabgänger genommen, grad auch für Handwerker.
      In manchen Lehrberufen freuen die sich aber auch über höhere Schulabbrecher oder Maturanten.

  5. Vormeinerlinse schreibt:

    Ich mußte auf das Gymnasium 😦 und dann noch eins für höhere Töchter, die ich nicht war…damals hatte man mit Realschulabschluß in D auch gute Chancen, studieren wollte ich eh nie. Wäre besser für mich gewesen, weil z.B. in Mathe hatte ich 5 Jahre Nachhilfe 😕 ! Soweit gebe ich Dir zu 100% Recht in allem. Aber wirst Du Handwerker, wirst Du arm! Man meint immer, bei den Preisen, die die nehmen, müssten sie ganz viel Kohle haben, bei einigen ist das vielleicht so, aber der große Rest wartet entweder auf Aufträge, hält dem Konkurrenzkampf nicht stand oder muß das Geld von nicht zahlenden Kunden eintreiben. Das sind die Selbstständigen, von den Gesellen brauchen wir hier gar nicht zu reden, Knochenjob für miese Bezahlung!!! Also wenn ich Mutter wäre, würde ich mein Kind nicht zwingen, aber „intensiv beraten“ 😉 ! Bei dem Konsumrausch heutzutage, merken sie es aber meist von selbst, daß man Geld verdienen muß, um mithalten zu können und zwar genug 😉 !
    Ich hätte doch lernfleißiger sein sollen…..!!! 😦

    • Vormeinerlinse schreibt:

      Ach ja, noch etwas zum Handwerk , das Renteneintrittsalter wird ständig angehoben und wie soll man das als Handwerker schaffen? Ich kenne fast nur Handwerker, die mit 50 schon „kaputt“ sind! Also, bestimmt ein wichtiger interessanter Zweig, aber eher von abzuraten, sagt eine, die es wissen muß.

    • giftigeblonde schreibt:

      Stimmt, aber das hilft ja alles nix, Handwerk wird auch gebraucht, ob uns das gefällt oder nicht.
      Ich glaub nicht das ein studierter Doktor unsere Leitungen verlegen kann;-)

    • giftigeblonde schreibt:

      >Hm, hier verdienen Handwerker nicht so schlecht, besser als mancher frischgefangte Studienabgänger…
      Kommt auch auf den Beruf drauf an. Ich sag mal so gute Handwerker werden auch gut bezahlt.

      Das mit dem Geld verdienen müssen, das haben meine früh bemerkt, die Große geht seit sie 16 ist nebenbei jobben und das an zwei Stellen, und ich find das gut, wir haben ihr erklärt als sie miente zuwenig Taschengeld zu haben:
      Entweder Ausgaben senken oder Einnahmen erhöhen, sie hat begriffen und hat daher jetzt einen guten Zugang zu Geld, sie weiß den Wert desselben zu schätzen.

      Die Kleine verdient ja ihr Lehrlingsgeld, das natürlich minimal ist, aber auch sie spart davon was weg, was gar nicht so selbstverständlich ist, wie ich mir sagen habe lassen.

      Das mit dem lernfleißiger, da gebe ich dir recht,…also auf mich bezogen ggg

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